Wunderkind

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Warum werden Hochsensible so oft krank und haben häufig Allergien?

„Wenn die Seele leidet… Und der Mund schweigt…

Dann spricht der Körper!!“

 

Meine Lieben <3

Wieso werden hochsensible Kinder/Erwachsene so oft krank? Warum werden es dabei häufig immer wieder die gleichen Krankheiten? Bronchitis….Nasen-Nebenhöhlen-Entzündung….hohes Fieber….Mittelohrentzündung…Mandelentzündung…Allergien??? Und das meistens alle 6 Wochen und oft hilft dann auch kein Antibiotika mehr!!


Ich kann euch dazu aus meiner Lebensgeschichte einige Beispiele erzählen. Wenn ich zurückdenke, war ich immer wieder krank. Egal ob als Kind, oder Erwachsener. Erst heute, durch meine Praxis Wunderkind und meine Hochsensibilität, verstehe ich auch den Zusammenhang.

Als Kind war ich nicht nur andauernd mit Mittelohrentzündungen, Scharlach, Halsentzündungen und Erkältung gebeutelt. Nein, mein Körper entwickelte auch schon sehr früh Allergien. Im Frühling und Sommer konnte ich oft nicht raus zum Spielen, da ich gegen alle möglichen Frühblüher allergisch war.

Meine Augen juckten, ich nieste andauernd und ab einem gewissen Punkt konnte ich nicht mehr aus meinen Augen schauen, es juckte mich überall und ich bekam keine Luft. Irgendwann entwickelte sich auch noch Hautausschlag und Neurodermitis.

Und nicht nur die Pollen machten mir zu schaffen, ich konnte zu niemandem nach Hause gehen, der haarige Haustiere hatte. Auch hier bekam ich sofort Juckreiz, geschwollene Augen, eine laufende Nase und keine Luft.

Sogar bei Lebensmitteln ging es mir so. Äpfel, Tomaten, Kiwi, Weizen, Milchprodukte, Soja, Karotten, Nüsse… und noch vieles mehr…lösten sofort allergische Reaktionen aus.

Ein Lungenfacharzt riet meinen Eltern einmal, dass sie mir ein komplett steriles Zimmer einrichten sollten. Keine Pflanzen, keine Teppiche, keine normale Bettwäsche, sondern spezielle (die fühlten sich an die Plastik…furchtbar), einmal in der Woche die Matratze aussaugen und oft lüften.

Das war auf der einen Seite eine gute Idee, denn so entwickelte sich kein Schimmel, gegen den ich allergisch war, jedoch kamen die ganzen Pollen nach drinnen und ich bekam wieder keine Luft.


Ich sag´s euch…ich wusste zeitweise nicht was ich noch machen, essen oder tun soll. Ich wollte unbedingt raus, musste aber nach kurzer Zeit wieder nach drinnen weil es mir so schlecht ging und dann direkt duschen. Im Frühling und Sommer jeden Abend duschen und Haare waschen, was ich damals wirklich furchtbar fand. Ohne das duschen lag ich nach Luft röchelnd im Bett…!

Ihr könnt euch also vorstellen, mein Körper kämpfte dauerhaft gegen sich selbst und zog mir jegliche Energie. Als dann die Allergien im Herbst besser wurden kamen die Erkältungen. Immer wieder…alle sechs Wochen zog mich mein Körper aus dem Verkehr. Ich musste mich hinlegen und auskurieren.

Meine Eltern waren als Kind mit mir bei so vielen Ärzten, Heilpraktikern und Therapeuten. Ich machte Eigenbluttherapie, Bioresonanz, Hyposensibilisierung, Immunaufbautherapie, Vitaminkuren, verschiedene Cremes und Medikamente. Und was soll ich sagen, nichts half…!


Ein positives hattes es aber mit den Krankheiten. Denn diese kamen nicht einfach nur, wenn sie es „wollten“, sondern ich konnte sie beeinflussen. Zum Beispiel wollte ich in der Realschule nicht mit zum Austausch nach Frankreich, denn meine Austauschschülerin hatte einen Hund, und ich habe große Angst vor Hunden.

So erzählte ich meinem Körper in regelmäßigen Abständen, dass ich da nicht mitmöchte und natürlich wurde ich kurz vorher krank, eine richtig schöne Erkältung…

Oder auch beim Skifahren gab es dieses Phänomen. Ich hasse Skifahren und musste als Kind immer wieder mit auf die Piste. Und auch hier schaffte ich es immer wieder, krank zu werden und mit hohem Fieber im Bett zu liegen. Hier hatte ich mich bewusst in die Krankheit geflüchtet.


Heute weiß ich, warum mein Körper so viele Allergien hatte und wieso er mich immer wieder krank gemacht hat.

Es ist eigentlich ganz einfach…! Ich wollte es allem und jedem Recht machen, habe mich übernommen, nicht auf meine innere Stimme/Bedürfnisse gehört und meine eigenen Grenzen dauerhaft überschritten.

Mein Körper hat mich mit den Krankheiten beschützt!! Und auch ich selbst habe mich durch Krankheiten geschützt.


Ein damals typischer Dialog zwischen meinem Körper und meiner Seele:

„Seele: Puhh, ich kann nicht mehr, ich bin völlig fertig, aber Julia hört einfach nicht auf mich“

„Körper: Ahhh, lass mich mal machen, ich kümmer mich darum. Ich lass sie krank werden und dann kann sie sich nochmal überlegen, ob sie so weiter machen möchte“


Und wie oft habe ich mich als Erwachsener für meine vielen Allergien und meine immer wieder kommenden Krankheiten verflucht. Ich habe es oft einfach nicht kapiert, was mir mein Körper damit sagen will. Oft habe ich versucht die Krankheiten zu ignorieren weiter zu arbeiten.

Ahh ein Termin, ein Bericht, oh eine Kollegin braucht Hilfe, das übernehme ich auch noch…und dann gehe ich heim und kuriere mich aus….Pustekuchen, dann wurde es oft noch schlimmer.

Leider habe ich es auch gar nicht gespürt und wahrgenommen. Ich habe oft einfach nur das gemacht, was die Gesellschaft, mein Umfeld, meine Familie/Freunde, meine inneren Glaubenssätze und meine Ängste von mir verlangt haben.

Ich wollte es immer nur recht machen, perfekt machen, nicht auffallen, von allen gemocht werden, für meine Leistung gelobt werden…und das schon seit Kindestagen.


Das Ganze endete 2018 in einem heftigen Burnout.

Ich war völlig fertig, weinte oft, wollte/konnte nichts mehr essen und bei mir behalten, schlafen war eine Tortur und irgendwann hatte ich keine Energie mehr und brach zusammen.

Ich weiß es noch wie heute, ich bin morgens trotzdem in mein Büro bei der Stadt gefahren und fühlte mich wie im Nebel. Ich hatte nicht geschlafen, nichts gegessen und mir war übel und schwindelig zugleich.

Die ersten drei Stunden hielt ich es noch aus und plötzlich überkam mich das Gefühl „Du musst hier raus, sonst stirbst du.“ In diesem Moment wurde mir bewusst, dass ich jetzt gehe und nie wieder zurück komme.

An diesem Tag hörte ich zum ersten Mal auf meine innere Stimme und befolgte sie auch.


!!! Dies war der Anfang von meinem neuen Leben !!!

Natürlich lief danach nicht alles immer rosig. Ich fiel tief in meine Existenzängste und suchte mir nach dreimonatiger Krankheit einen Job bei einem Jugendhilfeträger.

Und schon in der zweiten Woche lag ich wieder krank im Bett. Dies zog sich durch bis mir nach drei Monaten ein Kind ein Glas gegen den Kopf geworden hat und ich dadurch endlich verstanden habe, dass dies nicht mein Weg ist.

Seitdem ich dies verstanden habe und mich um mich und mein Wunderkind kümmere, hat sich meine Gesundheit extrem verbessert. Ich bin gesund, meine Allergien haben sich verbessert (und ich habe gute Medikamente gefunden), meine Augen haben sich verbessert, meine Brille trage ich nur noch sehr selten, davor jeden Tag.

Insgesamt hat sich mein ganzer Körper regeneriert.


Der Nachteil von diesem bewussten Umgang mit meinem Körper ist dann, dass die ganz alten abgespeicherten Geschichten ans Tageslicht kommen.

Ich habe seit Monaten Knieschmerzen und kein Arzt findet etwas. Kann er auch gar nicht, denn mein Knie zwickt immer wieder dann, wenn ich nicht in der Balance bin. Dann wenn ich wieder alles auf einmal möchte und mir selbst Druck mache. Aber das ist mir bewusst und ich kann aktiv mit meinem Bewusstsein an meinem Knie arbeiten.

Ihr fragt euch wie? Hier mein ultimativer Tipp, der mir sehr gut hilft:

Bei jeglichen Beschwerden und Krankheiten. Geht in die Stille, macht euch eine schöne Atmosphäre und fragt euren Körper, was er euch mit den Symptomen sagen möchte. Es liegt immer etwas hinter dem Symptom. Hier kann ich auch auch helfen mit einer Aufstellung, denn auch damit kann man das eigentliche Problem sichtbar machen.

 

In diesem Sinne bin ich gespannt, wie ihr meinen Blogbeitrag findet. Lasst mir gerne Kommentare und Fragen da.

Alles Liebe <3, eure Julia

Comments (2)

  • Sabine

    Liebe Julia, beim Lesen habe ich jetzt fast geglaubt, du schreibst über mich. Ja unsere Körper sind intelligenter als wir es uns bisher vorgestellt haben. Und Angst, habe ich jetzt auch gelernt, ist nicht unser Feind, nein ein Naturinstinkt und unser Beschützer. Aber wir haben sie und andere Gefühle ja nicht nach außen tragen dürfen, weil man uns dafür verspottet hat. Ich könnte dir unendlich viele Geschichten erzählen…. vielen Dank für deine Geschichte. Lass dich drücken

    • Julia

      Dankeschön, meine Liebe ❤ da siehst du mal, wieviel Wahrheit doch für jeden in meiner Geschichte steckt 🙂 ich drück dich ganz lieb zurück ❤

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